Am 12. und 13. Februar 2026 fand einmal mehr das Erfurter Doktorandenseminar zur Erneuerung der Ordnungsökonomik statt. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machten ausgiebig von der Gelegenheit gebrauch, ihre interdisziplinären Forschungsprojekte rund um die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft vorzustellen.  

Das bereits in seiner zwölften Auflage an der Universität Erfurt veranstaltete Doktorandenseminar widmet sich verschiedenen Themenfeldern zur Erneuerung der Ordnungsökonomik. Es richtet sich insbesondere an den wissenschaftlichen Nachwuchs, der sich in Forschungsprojekten mit dem Denken in Ordnungen auseinandersetzen.

Das Ludwig-Erhard-Forum war erneut Mitveranstalter. Neben der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, dem Netzwerk für Ordnungsökonomik und Sozialphilosophie, dem Wilhelm Röpke Forum sowie der Universität Erfurt wurde das Doktorandenseminar auch in diesem Jahr von der Doris und Dr. Michael Hagemann-Stiftung unterstützt. Mit ihrem erklärten Stiftungszweck, das ordnungspolitische Denken zu fördern und die Ordnungspolitik in Forschung und Lehre zu beflügeln, passt die Stiftung ideal in den Kreis der Veranstalter. Mit dem Karl Paul Hensel-Preis, den die Hagemann-Stiftung jedes Jahr an eine „herausragende Promotion im Gebiet der institutionen- und ordnungsökonomischen Forschung“ verleiht, bietet sie den Teilnehmenden des Seminars zudem eine attraktive Perspektive zur Auszeichnung ihrer Arbeit.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten in diesem Jahr die Gelegenheit, ihre Forschung in fachkundiger wie vertrauensvoller Runde zu präsentieren (hier geht’s zum Programm). Unter den abwechslungsreichen Vorträgen war erneut auch ein Beitrag von Friedhelm Groß, in welchem er Einblicke in seine Forschungsarbeit für das Ludwig-Erhard-Forum rund um das Thema Bürokratie und Normenakkumulation bot. Berna Fazlıoglu-Steckelberg präsentierte zum ersten Mal, und zwar zum Thema Resilienz und dem resilienzfokussierten Aufbau eines Instrumentariums zur Bewertung von Gesetzen.

Den Abschluss der zwei intensiven Seminartage setzt traditionell die Wilhelm-Röpke-Vorlesung in den Räumlichkeiten der Thüringer Aufbaubank. In diesem Jahr referierte Gerald Braunberger (Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) zum Thema: „Eine neue Gesellschaftskrisis?“.

Verantwortlich für die akademische Leitung waren in diesem Jahr Prof. Dr. Elisabeth Allgoewer (Universität Hamburg), Prof. Dr. Nils Goldschmidt (Universität Siegen), Prof. Dr. Harald Hagemann (Universität Hohenheim), Prof. Dr. Stefan Kolev (Ludwig-Erhard-Forum) und Prof. Dr. Gerhard Wegner (Universität Erfurt).

Bilder vom Doktorandenseminar: